Unsere Rinder


Es beginnt meist im Februar. 

 

In bitterkalten hellen Morgenstunden, in denen der eigene Atem zu gefrieren scheint und klare Luft den Blick frei macht über die Wiesen bis hin zum blau leuchtenden Malchiner  See. Diese Tage, in denen die Sonne, trotz Kälte, bereits erahnen lässt, der Frühling ist nicht mehr fern.

 

An diesen Tagen liegen sie plötzlich versteckt in Gebüsch und Strauch, die ersten Kälber des Jahres. Gut bewacht versuchen sie schon bald aufzustehen und zaghaft die ersten Schritte zu laufen. Unsere Kälber werden draußen geboren, ohne Hilfe und ohne Störungen durch den Menschen.

Sie wachsen im Herdenverband zusammen mit vielen Gleichaltrigen auf und ernähren sich von der guten Milch ihrer Mutter. 

Das kalte Wetter kann ihnen nichts anhaben. Bereits nach einigen Tagen toben sie gemeinsam über die Wiesen und strotzen vor Energie.

 


Die weiblichen Kälber bleiben ca. ein dreiviertel Jahr bei ihren Müttern in der Herde bis sie gemeinsam auf eine andere Koppel mit zugehörigem Stallgebäude kommen.Schwindet das Gras zum Winter hin auf den Weideflächen, bekommen sie eigenes Heu und Grassilage zugefüttert. Der geräumige Laufstall ist mit Stroh eingestreut und kann nach Belieben von den Tieren aufgesucht werden. Diese nutzen den warmen Platz zum entspannten Wiederkäuen gerne, insbesondere an nasskalten Tagen. So verbleiben die jungen Färsen in gewohnter Gesellschaft bis sie mit etwa 24 Monaten geschlachtet werden oder als zukünftige Mutterkühe wieder zurück in die große Herde kommen. 

 


Die große Mutterkuhherde wird begleitet von derzeit drei ausgewachsenen Bullen.

Die jungen Bullen in der Herde werden von unserem lieben Hartwig geduldet und dürfen von ihm lernen.

Der Gute ist mit seinen acht Jahren für einen Zuchtbullen schon älteren Semesters. Er besticht durch seinen ruhigen, gutmütigen Charakter und die Fähigkeit seine Herde gut beisammen zu halten. Selber genetisch hornlos, vererbt er diese Eigenschaft an seine Nachkommen weiter. Auch ein Großteil unserer weiblichen Tiere hat von Natur aus keine Hörner.


Unsere Tiere leben artgerecht in einem großen Herdenverband und dürfen ihrem natürlichen Bewegungsdrang auf den weiten Wiesen mit vielen Büschen und Feldgehölzen nachgehen. 

Die Herde ist ein aufeinander abgestimmtes definiertes soziales Gefüge, in dem jede Kuh ihren Platz hat, den sie regelmäßig verteidigt.

 

 


Wir halten Uckermärker, auch Uckermärker Rind genannt, eine sehr junge Fleischrindrasse, die in der DDR aus einer Kreuzung zwischen französischen Charolaise und Fleckvieh erstmals gezüchtet wurde.

 

Die Uckermärker, lange Zeit kaum über die Grenzen Brandenburgs und Mecklenburg Vorpommerns hinaus bekannt, erfahren zur Zeit eine zunehmende Beliebtheit bei Gourmets. Das zarte Fleisch zeichnet sich aus durch ein kräftiges Aroma und feinste Marmorierung.